Als Debut hier einige sehr interessante Gedanken zum Summorum Pontificum von unserem neuen Mitstreiter, F.N.Otterbeck:
Ein Motu proprio hat die „alte Messe“ 2007 wieder freigegeben. Das ist ein päpstlicher Gesetzgebungsakt aus eigenem Entschluss („motu proprio“). Aber was soll das bezwecken? Nach langen Jahrhunderten liturgischer Erstarrung war die Liturgiereform eine Großtat, eine Wohltat, wie der Papst der Liturgiereform, Paul VI., schon am 19. April 1967 mit Recht („Deus id vult“) vor dem zuständigen Consilium formulierte. „Die ersten Ergebnisse der Liturgiereform sind ... wahrhaft trostvoll und voller Verheißung“. Nachhaltige Akzeptanz für das, was etwa Guardini, Beauduin, Martimort oder Vagaggini wollten, fehlt aber nach wie vor. Das zeigte auch eine Veranstaltung zum Thema beim Katholikentag (DT vom 27. Mai 2008). Daher genügt es nicht, nur hin und wieder von „Missbräuchen“ der erneuerten Liturgie zu reden. Wo endet legitime Umsetzung der pastoral orientierten Texte in die Praxis? Wo beginnt der „Missbrauch“? Ist es etwa kein permanenter Missbrauch des Sakraments, die römische Messe ohne und gegen Papst und Bischöfe zu feiern, wie es die Lefebvre-Priester mindestens seit 1974 unentwegt tun? Dazu und zu anderen Fragen hat Arnold Angenendt in dem von Albert Gerhards herausgegebenen Buch zum Motu proprio von 2007 kluge Ausführungen gemacht. Liturgie muss andererseits Abstand zum Alltag sogar gewährleisten. Die Reform hat offenkundig wesentliche Ziele noch nicht erreicht. Anstatt dass Priester und Getaufte „die Messe beten“ (Pius X.), betet zu oft fast niemand mehr in der Messe. Eine gründliche Besinnung auf den Zweck der Liturgie ist also angezeigt. Und das kann von Liturgiewissenschaftlern allein so wenig geleistet werden wie das Bibelverständnis nur durch Exegeten zur Welt gebracht wird.
Zur Erinnerung: Den vielzitierten „Federstrich“, mit dem Papst Paul VI. willkürlich eine Art von Zerstörung des Kultes ausgelöst habe, indem er „die Messe“ verwarf, den hat es nie gegeben. Erst im Oktober 1974 gab die Gottesdienstkongregation eine kurze Notiz heraus („Bekanntgabe“), dass Ausnahmegenehmigungen, um die Messe mit Volk nach dem vorherigen Messbuch von 1962 zu feiern, seitens des Vatikan fortan unerwünscht seien. Mehr nicht. Das war eine Maßnahme der Disziplin, um Gehorsam gegenüber Papst und Konzil einzuschärfen. Aus demselben Motiv heraus warb Papst Benedikt im Vorjahr um „Freigabe“ der alten Messe und ermöglichte sie rechtswirksam. Die „neue Messe“ sollte die alte überall ersetzen und so geschah es. (Um genau zu sein: „Novus Ordo promulgatus est, ut in locum veteris substitueretur post maturam deliberationem, atque ad exsequendas normas quae a Concilio Vaticano II impertitae sunt. Haud dissimili ratione, Decessor Noster S. Pius V post Concilium Tridentinum Missale auctoritate sua recognitum adhiberi iusserat“; so der Papst im Konsistorium am 24. Mai 1976.(1))
Im Wesentlichen bleibt es dabei. Aber ein Verbot im Sinne einer Negation der Tradition gab es nicht, kann es gar nicht geben. Auch das vielzitierte Ratzingerwort „Aus meinem Leben“ (dass „das Verbot“ geschadet habe) wird durch den Begleitbrief zum o.g. Motu proprio entschärft. Denn die liturgische Tradition darf nicht ausgewählt betrachtet werden, sie kann nur aus der vitalen Gesamtperspektive begriffen werden. „Lex credendi statuat lex supplicandi“, so Prosper von Aquitanien. Der Glaube setzt dem Beten das Maß. Das Beten gibt aber auch über den Glauben zuverlässig Auskunft. Das ist das Anliegen des Papstes heute. Er repariert also die echte Tradition, aber nicht eine frei erfundene, selbstgebastelte „Tradition“.
Auch das Missale Romanum von 1970 stellte sich, wie der damalige Papst mit dem Namen des Völkerapostels immer wieder betont hat, bewusst unter die „Norm der Väter“ (vgl. Sacrosanctum Concilium, Nr. 50). Aber die zugleich vernünftigerweise vom Konzil geforderte Anpassung an die Erfordernisse heute hat in die allseits bekannten Problemzonen geführt, jedenfalls im europäisch geprägten Umfeld. Eigentlich ist die „neue“ Messe ja traditionstreuer als die „alte“, wie P. Guy Oury OSB schon 1975 formulierte. Denn sie holt Schätze älterer Tradition herauf. Einfallstor für jedwede Kreativität in der Liturgie war wohl die zu spontane Interpretation des heutigen Kontextes. Die Kirche in der „Welt von heute“ ist aber die, die das III. Jahrtausend in den Blick nimmt, nicht bloß die Moden einer längst wieder versunkenen Popkultur zu Beginn der 1970-er Jahre.
„Duc in altum!“ Es geht wieder um das Zeugnis, um die Mission ins weite Land. Von Jugend auf war Papst Paul, der von Traditionalisten und auch Modernisten meistgeprügelte, der echten liturgischen Bewegung eng verbunden, nicht zuletzt vermittelt durch den Oratorianerpater Giulio Bevilacqua aus Brescia. Dazu hat das Istituto Paolo VI schon 1987 eine bemerkenswerte Publikation veröffentlicht. Der Konzilspapst hat die Liturgiereform auch mit derselben höchstpersönlichen Kompetenz durchgesetzt, die Papst Benedikt heute, außer in „Fachkreisen“, niemand abspricht. Weder die liturgische Bewegung noch die Liturgiewissenschaft sind letztlich normativ für den Kult der Kirche. Hier gilt a priori die „Norm der Väter“, wenn auch im Horizont der jeweiligen Epoche. Es geht aber auch heute nicht um Selbstgemachtes, sondern vorrangig um die österliche Sonntagsfeier! Deren von päpstlicher Fürsorge gestützte Wiederentdeckung könnte für uns zum Auftakt einer neuen liturgischen Bewegung werden. Das bedeutet aber nicht, dass die still gelesene „Winkelmesse“ die Massen je bewegen wird. Im Gegenteil, das tat sie nie, seit Jahrhunderten nicht mehr. Aber auch die stille Messe hat einen Ort in der Kirche, selbst wenn ihre besonders rabiaten Freunde manchmal in den Schatten eines zweifelhaften „Spätjansenismus“ geraten.
Soll man Prognosen abgeben? Der militante Traditionalismus geht seinem Ende entgegen, der militante „Liturgiemodernismus“ aber umso mehr. Der gegenwärtige Papst hat mit „Summorum pontificum“ eine notwendige Korrektur verfügt, die aber erst jetzt auf Akzeptanz hoffen kann. Die Maßnahme kommt zur richtigen Zeit, wider alle liturgischen Legenden.
So völlig unproblematisch ist es nicht, dass zu örtlichen Pluralitäten (man nehme nur das Extrembeispiel des eigenen Messbuchs für den Kongo) auch noch eine „Pluralität der Traditionsstände“ hinzutritt. Manche baten schon zu Beginn der 1970-er Jahre um mehr Toleranz für die alte Messe. Annibale Bugnini, der Manager der Liturgiereform, gesteht in seinem (deutsch 1988) publizierten Rückblick auch ein, dass man damals sogar größeres Wohlwollen erwogen habe. Aber der Widerstand der Extremen gegen die neue Messordnung war fanatisch, wahrscheinlich sogar kaum mehr christlich motiviert. Schon am 8. September 1976 fragte Jean Guitton den Papst, ob doch noch ein Zugeständnis an die Opposition möglich sei. Paul VI. antwortete aber entschieden: ''En apparence cette différend porte sur une subtilité. Mais cette messe dite de Saint Pie V., comme on le voit à Ecône, devient le symbole de la condamnation du Concile. Or, je n'accepterai en aucune circonstance que l'on condamne le Concile par un symbole. Si cette exception était acceptée, le Concile entier sera ébranlée. Et par voie de conséquence l'autorité apostolique du Concile'' (cfr. Paul VI secret, Paris 1979, S. 159 (2)).
Paul VI. hatte also erkannt, dass der Streit um das Konzil geht und die ''alte Messe'' als Kampfmittel dagegen benutzt wird, also kontraproduktiv (vgl. seine berüchtigte Predigt vom 29. Juni 1972). Heute geht es wieder um die Autorität des Konzils, aber unter neuen Aspekten. Mit der breiteren „Freigabe“ des älteren Gebrauch der römischen Liturgie (nicht nur des Messbuchs) werden jetzt wesentliche Einsichten des Konzils, dass nämlich die Christgläubigen in Fragen des Kultes nie völlig rechtlos oder anspruchslos sein können, mit sehr viel Wohlwollen auch auf die „Traditionsfreunde“ des usus antiquior ausgeweitet. Ob das Projekt letztlich funktioniert, hängt nicht zuletzt davon ab, ob auch diese den konzilsgemäß missionarisch fruchtbaren, „modernen“, paulinischen Gebrauch des römischen Ritus allmählich zu respektieren lernen. Nur wegen des Konzils, keineswegs gegen das Konzil, ist für pastorale Sondergruppen heute eine Erweiterung des Spektrums authentischer Liturgie möglich. Das gilt etwa auch für die jüngere liturgische Praxis in kleinen Gemeinschaften (insbesondere des Neokatechumenats). Die bisweilen grobe Lieblosigkeit der Altrituellen aber wäre mit weniger Entgegenkommen als im Sommer 2007 päpstlich publiziert sicherlich nicht mehr zu heilen gewesen.
Dann hätte sich diese „kleine Herde“ mehr und mehr im abseitigen Gestrüpp verfangen; teils missbraucht von „rechtgläubig“ politischer Ideologie, die (nicht immer offen) an das Weltbild eines Charles Maurras oder eines Carl Schmitt anknüpft. Zum Teil wird diese „altgläubige“ Gemeinde sui generis aber auch verführt durch die Erwähltheitsgefühle einer nur pseudo-tridentinisch „katholischen“ Identität, die nur ein gekünsteltes Konstrukt sein kann, eine neue Mutation von „Freikirche“, abseits des wirklichen Glaubenslebens der Una Sancta.
Die alte Liturgie durfte aber nicht „unter die Räuber fallen“. Denn die Messe ist das Werk Gottes für uns, wie das sakramentale Wirken Christi in unserer Mitte überhaupt, und deshalb sakrosankt. Gerade ihre Kontemplation ist als Kampfplatz um den rechten Glauben ungeeignet. Das Messopfer dient immer auch der Kommunion. Der nun eingeleitete Weg führt also hin zu einer nächsten Stufe der Liturgiereform. Das ist ganz im Sinne des heiligen Wegweisers Pius X. und zugleich auch Fortschritt im Sinne des kirchendiplomatischen Entscheiders Paul VI. Der Weg ist vielleicht doch noch viel weiter als „Papa Benedetto“ vermutet hat. Das Erwachen der Kirche in den Seelen beginnt gerade erst. Aber sein Versuch, eine „Hermeneutik des Bruchs“ auszugleichen (ja, manchmal sieht nur Petrus den Weg), ist wohl auf lange Sicht ohne überzeugende Alternative. Denn die Entwicklung der Kirchengeschichte ist, nach John Henry Newman, nicht als dialektische Evolution zu begreifen, sondern sie ist dialogisch konzipiert, development also, immer aggiornamento und approfondissement zugleich.
Der so erkannte Unterschied zu einer etwaigen „Evolutionstheorie“ der Liturgie könnte allzu subtil erscheinen, zählt aber: Zurück zu den Quellen und „zugleich“ Anpassung an die Gegenwart, das ist in der Liturgie nicht etwa angewandte Dialektik, sondern der ausgewogene Weg, trotz aller Sorgen, der einzig gangbare, jenseits vom zelebrierten Archäologismus und jenseits vom antikultischen „Journalismus“.
Übersetzungen:
ad 1.) Die neue Ordnung ist in Kraft getreten, um an die Stelle der alten zu treten, nach reiflicher Erwägung und auch in Durchführung der Regeln, die vom Zweiten Vatikanum erlassen wurde. Ohne abweichende Gründe hat Unser Vorgänger, der Hl. Pius V., mit seiner Autorität das nach dem Konzil von Trient überarbeitete Messbuch gültig herausgegeben.
ad 2.) Der Erscheinung nach beträgt der Unterschied nur eine Winzigkeit. Aber jene Messe, die man "nach Pius V." nennt, wie man das in Ecône sieht, wird zum Symbol der Verurteilung des Konzils. Nun aber weder werde ich unter gar keinem Umstand akzeptieren, dass man das Konzil mittels eines Symbols verurteilt. Wenn diese Ausnahme akzeptiert würde, wird das ganze Konzil erschüttert sein. Und in der Folge die apostolische Autorität des Konzils.
Montag, 29. September 2008
Neuer Mitstreiter
Ich freue mich, daß F. N. Otterbeck, mit dem ich inzwischen einige erhellende Email-Korrespondenzen hatte, sich bereit erklät hat, hier mitzuschreiben. In dem Sinne ein herzliches Willkommen FNO
Montag, 22. September 2008
Gedanken zu beiden Riten II
In meinen Streifzügen durch das Internet bin ich auf einen meiner Meinung nach sehr erhellenden Text von Stefan Fleischer gestoßen, einen Text, der anscheinend auch in dem von ihm geschriebenen Buch "Heiligkeit für Anfänger" (ich habe das Buch -noch- nicht) Korrektur: Es ist ein Text auf seiner Homepage, den ich Euch nicht vorenthalten will:
Zwei Formen - ein Ritus
Je mehr ich es mir überlege, desto mehr werde ich mir bewusst, welch grosses Geschenk uns Gott mit diesem Motu Proprio gemacht hat. Mir scheint, also wolle Er uns in diesem neuen Millenium auch einen neuen Blick auf Ihn eröffnen, uns sensibilisieren für Seine ganze, umfassende Grösse, für das ganze Geheimnis Seiner Unergründlichkeit.
Ausserordentliche Form
Die alte Form steht irgendwie unter dem Leitwort: "Ich bin der Herr, Dein Gott!" So verweist sie uns auf die ganze Grösse Gottes, Seine Herrlichkeit, Seine Unendlichkeit und Allmacht.Sie ist demzufolge stark auf den Opfercharakter dieses heiligen Tuns ausgerichtet. Sie ruft zu Anbetung auf und zum Nachdenken über unsere eigene Schwäche und Sündhaftigkeit. Das "domine, non sum dignus" klingt scharf und mahnend vor dem Empfang der Heiligen Kommunion. So wird dann grosser Wert auf die Form gelegt, auf die Ehre, die Gott gebührt und die allem zugewiesen wird, was mit Gott in direktem Zusammenhang steht, dem Priester, dem Altar, dem Kelch und der Patene et cetera. Auch die peinliche Sorgfalt im Umgang mit den Heiligen Gestalten ergibt sich aus dieser Haltung: "Du bist der Herr, mein Gott!"
Ordentliche Form
Der neuen Form liegt mehr das Wort zu Grunde: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin Ich mitten unter ihnen." Sie verweist uns auf die ganze Nähe Gottes, Seine Liebe zu uns und die Sorge für Sein am Kreuz erworbenes, heiliges Volk. So steht denn eher der Mahlcharakter dieser Liturgie im Vordergrund. Das "sed tantum dic verbo" ruft zum Vertrauen auf Seine Barmherzigkeit auf. Und dieses Vertrauen will uns in eine "Vertrautheit" mit Gott führen, seine Freundschaft spüren lassen, uns einladen Ihn ganz ins Zentrum unseres Lebens und unserer Gemeinschaft zu stellen.
Ein Ritus
Diese zwei, auf den ersten Blick so verschiedenen Formen, zu denen man noch viel sagen könnte, bilden nun einen einzigen Ritus. Wir dürfen und müssen lernen, in beiden Formen die je spezifische Spiritualität zu leben. Wir sind aber auch gefordert, in unserem Leben nun bewusst beides zusammen zu führen, die Grösse Gottes nicht zu vergessen, wenn wir seine Nähe betrachten, Seine Gerechtigkeit zu "fürchten" wenn wir auf seine Barmherzigkeit vertrauen. Oder anders ausgedrückt, wir dürfen und müssen uns immer mehr jener "Widersprüchlichkeit" Gottes bewusst werden, die natürlich nur für unsere beschränkte Wahrnehmung widersprüchlich scheint, in Tat und Wahrheit aber ein Ganzes bildet, das uns in jeder Beziehung massiv übersteigt.
Damit beginnt ein Sinn der oft schmerzhaften Entwicklung der letzten Jahrzehnte aufzuleuchten. Gott ist mehr, Gott ist grösser als alles, was wir uns vorstellen können. Und genau deshalb ist er uns auch näher, als wir es je ahnen werden. Wir sollen lernen, uns aus Fixierungen auf Teilaspekte der Wahrheit zu lösen und immer mehr uns bemühen, dem ganzen Gott, der allein der wahre Gott sein kann, zu begegnen. Wir sind gerufen unser ganzes Leben mit Ihm, in Ihm und auf Ihn hin zu leben. So werden wir in jeder Situation unseres Lebens, in Freud und Leid, in Not und Überfluss, im Hochgefühl und in der Trockenheit, ja selbst in Sünde und Schuld, diesen Gott erfahren, der sich genau um mich kümmert, aber gleichzeitig sich auch jedem anderen Menschen ohne Ausnahme, ja seiner ganzen Schöpfung, in gleicher Weise zuwendet.
Das kann dann ein Ansatz werden, in dem sich beide Formen behutsam annähern, bis sie letztendlich in jene himmlische Liturgie einmünden, in der wir Gott so feiern werden, wie Er tatsächlich ist.
Original habe ich den Text hier gefunden.
Eine wichtige Sache würde ich ergänzen: Die ordentliche Form des Neuen Ritus betont den Opfermahlscharakter. Das ist ein Unterschied zu einem diffusen Mahlscharakter. Und sicherlich kann man nicht sagen, daß die außerordentliche Form den Opfermahlscharakter nicht kenne oder umgekehrt die ordentliche den Opfercharakter nicht. Jedoch ist der Schwerpunkt ein anderer.
An dieser Stelle als kleines btw. sei übrigens erwähnt, daß ich mich in Zukunft bemühen werde, einmal im Monat einer Messe in der außerordentlichen Form beizuwohnen. Was auch heißen kann, nette Leute und Mitglieder der Chorschola dort zu treffen.
Zwei Formen - ein Ritus
Je mehr ich es mir überlege, desto mehr werde ich mir bewusst, welch grosses Geschenk uns Gott mit diesem Motu Proprio gemacht hat. Mir scheint, also wolle Er uns in diesem neuen Millenium auch einen neuen Blick auf Ihn eröffnen, uns sensibilisieren für Seine ganze, umfassende Grösse, für das ganze Geheimnis Seiner Unergründlichkeit.
Ausserordentliche Form
Die alte Form steht irgendwie unter dem Leitwort: "Ich bin der Herr, Dein Gott!" So verweist sie uns auf die ganze Grösse Gottes, Seine Herrlichkeit, Seine Unendlichkeit und Allmacht.Sie ist demzufolge stark auf den Opfercharakter dieses heiligen Tuns ausgerichtet. Sie ruft zu Anbetung auf und zum Nachdenken über unsere eigene Schwäche und Sündhaftigkeit. Das "domine, non sum dignus" klingt scharf und mahnend vor dem Empfang der Heiligen Kommunion. So wird dann grosser Wert auf die Form gelegt, auf die Ehre, die Gott gebührt und die allem zugewiesen wird, was mit Gott in direktem Zusammenhang steht, dem Priester, dem Altar, dem Kelch und der Patene et cetera. Auch die peinliche Sorgfalt im Umgang mit den Heiligen Gestalten ergibt sich aus dieser Haltung: "Du bist der Herr, mein Gott!"
Ordentliche Form
Der neuen Form liegt mehr das Wort zu Grunde: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin Ich mitten unter ihnen." Sie verweist uns auf die ganze Nähe Gottes, Seine Liebe zu uns und die Sorge für Sein am Kreuz erworbenes, heiliges Volk. So steht denn eher der Mahlcharakter dieser Liturgie im Vordergrund. Das "sed tantum dic verbo" ruft zum Vertrauen auf Seine Barmherzigkeit auf. Und dieses Vertrauen will uns in eine "Vertrautheit" mit Gott führen, seine Freundschaft spüren lassen, uns einladen Ihn ganz ins Zentrum unseres Lebens und unserer Gemeinschaft zu stellen.
Ein Ritus
Diese zwei, auf den ersten Blick so verschiedenen Formen, zu denen man noch viel sagen könnte, bilden nun einen einzigen Ritus. Wir dürfen und müssen lernen, in beiden Formen die je spezifische Spiritualität zu leben. Wir sind aber auch gefordert, in unserem Leben nun bewusst beides zusammen zu führen, die Grösse Gottes nicht zu vergessen, wenn wir seine Nähe betrachten, Seine Gerechtigkeit zu "fürchten" wenn wir auf seine Barmherzigkeit vertrauen. Oder anders ausgedrückt, wir dürfen und müssen uns immer mehr jener "Widersprüchlichkeit" Gottes bewusst werden, die natürlich nur für unsere beschränkte Wahrnehmung widersprüchlich scheint, in Tat und Wahrheit aber ein Ganzes bildet, das uns in jeder Beziehung massiv übersteigt.
Damit beginnt ein Sinn der oft schmerzhaften Entwicklung der letzten Jahrzehnte aufzuleuchten. Gott ist mehr, Gott ist grösser als alles, was wir uns vorstellen können. Und genau deshalb ist er uns auch näher, als wir es je ahnen werden. Wir sollen lernen, uns aus Fixierungen auf Teilaspekte der Wahrheit zu lösen und immer mehr uns bemühen, dem ganzen Gott, der allein der wahre Gott sein kann, zu begegnen. Wir sind gerufen unser ganzes Leben mit Ihm, in Ihm und auf Ihn hin zu leben. So werden wir in jeder Situation unseres Lebens, in Freud und Leid, in Not und Überfluss, im Hochgefühl und in der Trockenheit, ja selbst in Sünde und Schuld, diesen Gott erfahren, der sich genau um mich kümmert, aber gleichzeitig sich auch jedem anderen Menschen ohne Ausnahme, ja seiner ganzen Schöpfung, in gleicher Weise zuwendet.
Das kann dann ein Ansatz werden, in dem sich beide Formen behutsam annähern, bis sie letztendlich in jene himmlische Liturgie einmünden, in der wir Gott so feiern werden, wie Er tatsächlich ist.
Original habe ich den Text hier gefunden.
Eine wichtige Sache würde ich ergänzen: Die ordentliche Form des Neuen Ritus betont den Opfermahlscharakter. Das ist ein Unterschied zu einem diffusen Mahlscharakter. Und sicherlich kann man nicht sagen, daß die außerordentliche Form den Opfermahlscharakter nicht kenne oder umgekehrt die ordentliche den Opfercharakter nicht. Jedoch ist der Schwerpunkt ein anderer.
An dieser Stelle als kleines btw. sei übrigens erwähnt, daß ich mich in Zukunft bemühen werde, einmal im Monat einer Messe in der außerordentlichen Form beizuwohnen. Was auch heißen kann, nette Leute und Mitglieder der Chorschola dort zu treffen.
Mittwoch, 17. September 2008
"Insatiable"
Cardinal: Some not satisfied even after pope's Tridentine Mass decree
Ein Bonmot sagt "Wenn man ihnen den kleinen Finger gibt, wollen sie gleich die ganze Hand" Da der Finger beileibe nicht klein war, fragt man sich, was diese Herren alles wollen... jedenfalls verbreiten sie nur Unfrieden und Verwirrung. Und da diabolos Verwirrer bedeutet, gehen bei solchen Mitbrüdern bei mir immer die Alarmglocken an.
Ich bin froh, daß viele Verfechter des "Alten Ritus" wirklich gute Menschen sind, die nicht dermaßen unersättlich sind.
Ein Bonmot sagt "Wenn man ihnen den kleinen Finger gibt, wollen sie gleich die ganze Hand" Da der Finger beileibe nicht klein war, fragt man sich, was diese Herren alles wollen... jedenfalls verbreiten sie nur Unfrieden und Verwirrung. Und da diabolos Verwirrer bedeutet, gehen bei solchen Mitbrüdern bei mir immer die Alarmglocken an.
Ich bin froh, daß viele Verfechter des "Alten Ritus" wirklich gute Menschen sind, die nicht dermaßen unersättlich sind.
Dienstag, 16. September 2008
The Ottaviani Pizza Intervention
Hach, das ist sogar mal Humor von Liebhabern der außerordentlichen Form, wie ich ihn schätze! Natürlich Shrine of the Holy whapping .
Schön auch der Kommentar von Matthew: ...guaranteed to offend as many people as possible--Traditionalists, Progressives, Reform of the Reformists, Deep Dish Lovers, and New York pizza enthusiasts... Or perhaps make them all laugh a little at themselves!
Also ich mußte lachen :)
Schön auch der Kommentar von Matthew: ...guaranteed to offend as many people as possible--Traditionalists, Progressives, Reform of the Reformists, Deep Dish Lovers, and New York pizza enthusiasts... Or perhaps make them all laugh a little at themselves!
Also ich mußte lachen :)
Gedanken nach dem Kongreß Freude am Glauben
Beim Kongreß gab es, wie ich auf St. Dymphna schon schrieb, einen Vortrag, den ich kritisieren könnte, der jedoch zu anderen, positiven Gedanken geführt hat - was sicherlich auch an dem gesamten Kongreß lag.
Kurz nur die Kritik: Einen derart einseitig die ordentliche Form des römischen Ritus schlecht darstellenden Vortrag "die beiden Formen des römischen Ritus" zu nennen, wie es Pater Markus Rindler (FSSP) tat, ist unhaltbar. Die werten Herren Petrusbrüder, dessen Engagement für die außerordentliche Form des römischen Ritus ich durchaus schätze, sollten hier etwas an sich arbeiten.
Aber kommen wir zum positiven. Beim Kongreß waren zwei Messen in der ordentlichen, eine in der außerordentlichen Form des römischen Ritus, die sich in das liturgische Leben wunderbar einfand. Sie war wunderschön, keine Frage.
Mir kam hier (oder war es schon vorher beim beten vor dem Allerheiligsten) eine Idee, wie man die "gegenseitige Befruchtung" der beiden Formen verstehen könnte.
Vielleicht sollte man weniger Aktionismus erwarten, daß, was weiß ich, die außerordentliche Form das Gesprochene Hochgebet oder die ordentliche Form das Stufengebet übernimmt. Das wäre sicherlich eine Vermischung der beiden Formen, die so nicht wünschenswert wäre und vielleicht auch dem Charakter der jeweiligen Form des römischen Ritus zuwider laufen würde.
Jedoch denke ich an eine andere Art von Befruchtung. Rufen wir doch mal einige Diskussionen zwischen Anhängern der beiden Riten uns ins Gedächtnis. Soweit ich mich erinnere, hat man der außerordentlichen Form vorgeworfen, daß in früherer Zeit es desöfteren vorkam, daß die Laien eigentlich überhaupt nicht innerlich bei der Sache waren. Man erzählt dann von alten Frauen, die während der Messe den Rosenkranz beteten und Männern, die erst beim erklingen der Glocken vor den Wandlungsworten die Kirche betraten. Der ordentlichen Form wiederum wird leider teilweise zu recht ein übertriebener Aktionismus vorgeworfen, daß die Messe eher einem kreativen Schauspiel als dem Heiligen Meßopfer ähnelt.
Ich denke, die beiden Formen können jeweils für sich gegenseitig eine Art "Menetekel" sein: Die außerordentliche Form lehrt uns, daß die Liturgie nicht der Platz ist, an dem wir kreativ sein müssen. Daß man eher mitfeiert denn gestaltet. Die ordentliche Form hingegen kann den Leuten klar machen, daß man auch nicht einfach da sitzen und was anderes - so heilig es auch sein kann, nichts gegen den Rosenkranz! - tun sollte, sondern, soweit es die liturgischen Vorschriften zulassen, an der Messe innerlich und äußerlich teilnehmen soll.
Persönlich wäre es eine schöne Sache, wenn es viele Pfarreien geben würde, die in regelmäßigen Abständen Messen in der Außerordentlichen Form feiern würden - und zwar nicht als Alternative. Ich fand es bei meiner alten Gemeinde wirklich einen Gewinn für alle, als die lateinische Messe noch um 10:30 und nicht um neun Uhr gefeiert wurde, da dadurch auch die Leute, die ansonsten eher den Familiengottesdienst besuchten (der nun nicht so mein Ding war, wo ich aber auch hinging), die Möglichkeit hatten, mal die ordentliche Form der römischen Liturgie auf Latein mit Chorälen etc. zu erleben. Ähnlich denke ich, daß es wunderbar wäre, wenn die außerordentliche Form des römischen Ritus einen Platz im liturgischen Leben einer Gemeinde erhalten könnte. Hier wäre natürlich leider doch etwas Aktionismus angebracht: Man müßte die unterschiedlichen Kalender aneinander angleichen.
Ich denke, der Heilige Vater hat mit seinem Motu Proprio wirklich den Weg zu einem versöhnten und vor allem alle bereichernden Miteinander der beiden Formen vorgegeben. Der Weg wird weit sein und wird von unserem Gebet getragen sein müssen, aber ich bin doch voller Hoffnung, daß einst ohne Polemiken welcher Seite auch immer beide Formen angenommen sein werden.
Kurz nur die Kritik: Einen derart einseitig die ordentliche Form des römischen Ritus schlecht darstellenden Vortrag "die beiden Formen des römischen Ritus" zu nennen, wie es Pater Markus Rindler (FSSP) tat, ist unhaltbar. Die werten Herren Petrusbrüder, dessen Engagement für die außerordentliche Form des römischen Ritus ich durchaus schätze, sollten hier etwas an sich arbeiten.
Aber kommen wir zum positiven. Beim Kongreß waren zwei Messen in der ordentlichen, eine in der außerordentlichen Form des römischen Ritus, die sich in das liturgische Leben wunderbar einfand. Sie war wunderschön, keine Frage.
Mir kam hier (oder war es schon vorher beim beten vor dem Allerheiligsten) eine Idee, wie man die "gegenseitige Befruchtung" der beiden Formen verstehen könnte.
Vielleicht sollte man weniger Aktionismus erwarten, daß, was weiß ich, die außerordentliche Form das Gesprochene Hochgebet oder die ordentliche Form das Stufengebet übernimmt. Das wäre sicherlich eine Vermischung der beiden Formen, die so nicht wünschenswert wäre und vielleicht auch dem Charakter der jeweiligen Form des römischen Ritus zuwider laufen würde.
Jedoch denke ich an eine andere Art von Befruchtung. Rufen wir doch mal einige Diskussionen zwischen Anhängern der beiden Riten uns ins Gedächtnis. Soweit ich mich erinnere, hat man der außerordentlichen Form vorgeworfen, daß in früherer Zeit es desöfteren vorkam, daß die Laien eigentlich überhaupt nicht innerlich bei der Sache waren. Man erzählt dann von alten Frauen, die während der Messe den Rosenkranz beteten und Männern, die erst beim erklingen der Glocken vor den Wandlungsworten die Kirche betraten. Der ordentlichen Form wiederum wird leider teilweise zu recht ein übertriebener Aktionismus vorgeworfen, daß die Messe eher einem kreativen Schauspiel als dem Heiligen Meßopfer ähnelt.
Ich denke, die beiden Formen können jeweils für sich gegenseitig eine Art "Menetekel" sein: Die außerordentliche Form lehrt uns, daß die Liturgie nicht der Platz ist, an dem wir kreativ sein müssen. Daß man eher mitfeiert denn gestaltet. Die ordentliche Form hingegen kann den Leuten klar machen, daß man auch nicht einfach da sitzen und was anderes - so heilig es auch sein kann, nichts gegen den Rosenkranz! - tun sollte, sondern, soweit es die liturgischen Vorschriften zulassen, an der Messe innerlich und äußerlich teilnehmen soll.
Persönlich wäre es eine schöne Sache, wenn es viele Pfarreien geben würde, die in regelmäßigen Abständen Messen in der Außerordentlichen Form feiern würden - und zwar nicht als Alternative. Ich fand es bei meiner alten Gemeinde wirklich einen Gewinn für alle, als die lateinische Messe noch um 10:30 und nicht um neun Uhr gefeiert wurde, da dadurch auch die Leute, die ansonsten eher den Familiengottesdienst besuchten (der nun nicht so mein Ding war, wo ich aber auch hinging), die Möglichkeit hatten, mal die ordentliche Form der römischen Liturgie auf Latein mit Chorälen etc. zu erleben. Ähnlich denke ich, daß es wunderbar wäre, wenn die außerordentliche Form des römischen Ritus einen Platz im liturgischen Leben einer Gemeinde erhalten könnte. Hier wäre natürlich leider doch etwas Aktionismus angebracht: Man müßte die unterschiedlichen Kalender aneinander angleichen.
Ich denke, der Heilige Vater hat mit seinem Motu Proprio wirklich den Weg zu einem versöhnten und vor allem alle bereichernden Miteinander der beiden Formen vorgegeben. Der Weg wird weit sein und wird von unserem Gebet getragen sein müssen, aber ich bin doch voller Hoffnung, daß einst ohne Polemiken welcher Seite auch immer beide Formen angenommen sein werden.
Montag, 15. September 2008
Ein paar Anmerkungen
Ich wollte mich nur entschuldigen für die etwas vernichtenden Worte gegenüber der St. Clemens. Ich bin weiterhin der Meinung, daß diese Kirche unser Gebet und unsere finanzielle Unterstützung verdient hat. Charismatische Predigten hin oder her - darüber können und sollte man mit den zelebrierenden Priestern sprechen, das ist klar! - es ist nunmal eine unglaubliche geistige Oase zu wissen, daß es eine Kirche mit Ewiger Anbetung, Priestern zu fast jeder Tageszeit (die letzte Beichte kann recht überraschend kommen) und eben täglichen Meßangebot in den mittleren Abendstunden (halb acht, früher wird es bei meiner Arbeit schwierig!) gibt. Die anderen Dinge, die ich einige Posts zuvor angesprochen habe, sind zwar absolut nicht nur Makulatur, aber mit dem Heiligen Paulus sagen wir "überprüft alles und bewahrt das Gute!".
Ich werde bald eine neue Reihe starten, die die Heilige Messe, wie man sie im Ordentlichen Ritus feiert, vom Eintritt in das Gotteshaus bis zum verlassen desselben beschreibt. Da ich vermute, daß die meisten Lesenden keine Neulinge im Glauben sind, ist hier natürlich auch der Ort für Diskussionen, Anregungen, persönliche Erfahrungen etc.
Rezensionen wird es weiterhin geben. Da ich aber es für unchristlich halten würde, gewisse Gemeinden bloßzustellen - es sei denn, man merkt, daß gewisse Mißbräuche kein Einzelfall sind -, werde ich primär von Gemeinden, in denen die Messe schön gefeiert wird, erzählen. Ich hoffe, das ist recht; es wäre niemandem gedient, wenn wir uns hier das Maul über diese/jene Gemeinde bzw. diese/jene Diözese zerreißen würden.
Desweiteren ist geplant, eine Reihe zu beginnen, die Redemptionis Sacramentum von Beginn bis zum Ende genauestens unter die Lupe nimmt. Weniger, damit man eine checkliste hat, mit der man dem Priester seiner Wahl mal wieder klar machen kann, daß man mehr Ahnung als er hat, sondern vor allem, damit man weiß, warum das Lehramt gewisse Praktiken in der Messe vorschreibt und andere verbietet. Gerade dann kann man auch, denke ich, weitaus besser mit den für manche Mißbräuche verantwortlichen reden, da sich dann die Kritik in eine konstruktive Anregung verwandeln läßt.
Ich werde bald eine neue Reihe starten, die die Heilige Messe, wie man sie im Ordentlichen Ritus feiert, vom Eintritt in das Gotteshaus bis zum verlassen desselben beschreibt. Da ich vermute, daß die meisten Lesenden keine Neulinge im Glauben sind, ist hier natürlich auch der Ort für Diskussionen, Anregungen, persönliche Erfahrungen etc.
Rezensionen wird es weiterhin geben. Da ich aber es für unchristlich halten würde, gewisse Gemeinden bloßzustellen - es sei denn, man merkt, daß gewisse Mißbräuche kein Einzelfall sind -, werde ich primär von Gemeinden, in denen die Messe schön gefeiert wird, erzählen. Ich hoffe, das ist recht; es wäre niemandem gedient, wenn wir uns hier das Maul über diese/jene Gemeinde bzw. diese/jene Diözese zerreißen würden.
Desweiteren ist geplant, eine Reihe zu beginnen, die Redemptionis Sacramentum von Beginn bis zum Ende genauestens unter die Lupe nimmt. Weniger, damit man eine checkliste hat, mit der man dem Priester seiner Wahl mal wieder klar machen kann, daß man mehr Ahnung als er hat, sondern vor allem, damit man weiß, warum das Lehramt gewisse Praktiken in der Messe vorschreibt und andere verbietet. Gerade dann kann man auch, denke ich, weitaus besser mit den für manche Mißbräuche verantwortlichen reden, da sich dann die Kritik in eine konstruktive Anregung verwandeln läßt.
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